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Trainingslager Zypern

Geschrieben von Florian Bruker am .

Am Samstag den 27.03.2010 trafen sich Klaus Loder, der Ironman, der ab dieser Saison für die Triathleten des SV Schramberg in der LBS Liga startet,  Wolfgang Müller und Martina Nagel die beiden Triathlon-Urgesteine vom SV Schramberg, Florian Bruker, für den es die zweite Saison im Triathlonsport ist und Marcel Broghammer, ein ambitionierter Mountainbike- und Rennradfahrer mit C-Lizenz, am Flughafen Zürich.

Die Fünf hatten sich zusammen mit Georg Schellhorn, einem Radfahrer aus der Schramberger Gegend, der beruflich momentan in Bukarest lebt, zu einem ein- bzw. zweiwöchigen Trainingslager auf der Insel Zypern verabredet.

Nachdem die sperrigen Kartons und Koffer mit den geliebten Rädern, mit einem etwas mulmigen Gefühl, dem Gepäckband überlassen wurden, war das Ziel der Reise, die sonnige Insel Zypern, nur noch wenige Stunden entfernt.

Am Flughafen Zypern angekommen, konnten wir die Räder in einwandfreiem Zustand entgegennehmen und nachdem der Busfahrer ebenfalls von unserem Vorhaben, die Insel zu erkunden, überzeugt war und unsere Räder mitnahm, stand einem schönen Trainingsaufenthalt in der Küstenstadt Limassol im südlichen, griechischen Teil Zyperns nichts mehr im Wege.

 Trainingslager auf Zypern 2010

 Alle auf einem Haufen: Martina Nagel, Wolfgang Müller, Florian Bruker, Marcel Broghammer, Klaus Loder, Georg Schellhorn

Tag 1: Einrollen und kennen lernen

 

Am ersten Tag begrüßte uns gleich morgens die strahlende Sonne mit warmen 23°C. Balsam für die Seele nach einem langen und kalten Winter in Deutschland.

Mit fertig zusammen geschraubten Rädern und Verstärkung durch Georg Schellhorn, konnte es losgehen.

Die erste Ausfahrt war zum Einrollen gedacht und so traf es sich gut, das der teils kräftige Westwind seinen Teil dazu beitrug, uns schnell über die Küstenstraße in Richtung Larnaka treten zu lassen. Opfer dieser schnellen Fahrt wurde beinahe ein kleiner Hund, der von Radfahrern so angetan war, das er uns fast in die Speichen gerannt ist. Interessant war auch die Umstellung auf den Linksverkehr, insbesondere an Kreuzungen wusste niemand so recht, in welche Richtung man jetzt schauen muss und woher die Autos kamen. Nach wenigen Tagen gewöhnten wir uns aber auch daran. Nach der Wende bei ca. 50 Km musste allerdings gegen den Wind gefahren werden, wobei es sich durchaus bemerkbar machte, dass die meisten von uns bisher nur wenige Kilometer auf dem Rad verbringen konnten.

Dabei stellte sich bald heraus, das die Gruppe sehr homogen war und trotz oder gerade deswegen, dass sich die meisten bisher nicht kannten die Stimmung prima war und sich alle viel zu erzählen hatten. Indiz dafür: Klaus Loder nahm auf die erste Tour seinen MP3-Player mit, um sich zu unterhalten. Er kam allerdings nicht dazu ihn zu benutzen und hatte ihn auch später nie mehr dabei J ! Nach der für die nächsten Wochen obligatorischen Kaffeepause bei ca. 70 Km, fuhren wir frisch gestärkt zurück ins Hotel.

Für echte Triathleten ist allerdings nach dem Radfahren noch nicht Schluss und so zogen wir uns sofort die Laufschuhe an, um direkt am Strand einen 3 Km Laufrunde anzuhängen.

Danach war der erste Trainingstag beendet und wir hatte noch genügend Zeit das prima Freizeitangebot des Hotels zu nutzen und uns im beheizten Hallenbad die Beine zu lockern.

Am frühen Abend konnte wir uns dann alle am reichhaltigen und sehr leckeren Buffet stärken, wobei es jeden Abend interessante Themen rund um Training, Triathlon aber auch anderen Dingen, zu erörtern gab. Anschließend traf man sich in der großen und bequemen Hotellobby um das kostenfrei W-LAN auszukosten und sich für ein obligatorisches Feierabendbier in einer der vielen angesagten Cafes und Bars zu verabreden.

 

Tag 2: Aphrodite und die Fahrt auf der Küstenstraße

 

Mit gefüllten Energiespeichern vom Frühstücksbuffet, welches keine Wünsche offen ließ, entschieden wir uns am zweiten Tag für eine 120 Km Wendepunktstrecke an der Küste, dieses mal allerdings in westlicher Richtung, um bei der Rückfahrt den Rückenwind genießen zu können. Zuerst galt es einmal, dem wilden Verkehr in Limassol Herr zu werden und sich insgesamt gut 10 Km durch die Stadt und an den Autos vorbei zu kämpfen.

Aus der Stadt draußen ließ der Verkehr schlagartig nach und die wenigen Autofahrer, die uns noch begegneten waren aller sehr freundlichen und Grüßten uns stets mit einem kurzen Hupen auch wenn wir die meiste Zeit in zweier Reihen unterwegs waren und eine ganze Spur belegten. Faszinierend war der Blick, der sich immer wieder auf das Meer und die Küste ergab und unsere Motivation ständig steigerte.  Nach einer kleinen Kaffeepause direkt an der Küste und am sogenannten Felsen der Liebesgöttin Aphrodite ging es im Blindflug über die prima ausgebaute Küstenstraße zurück zum Hotel. Beim anschließenden Lauf am Strand zeigte sich die Motivation, die ein so gelungener und sonnig warmer Tag weckt. Die 3 Km Runde wurde, Kurztriathlon typisch, aber eigentlich unbewusst mit hohem Tempo begonnen und dieses auch bis zum Wendepunkt durchgehalten. Erst danach gewann die Vernunft wieder die Oberhand und es wurde locker ausgelaufen. Aber auch solche Einlagen passten in unser Trainingskonzept und machten in dieser Gruppe richtig Spaß.

 

Tag 3: Das bergige Hinterland

 

Auch am dritten Tag gab es wieder eine Steigerung des Trainingspensums.

Zwar tat der Hintern schon ein klein wenig weh und auch die Beine waren nicht mehr die aller frischesten, aber das ständige Sonnenwetter, die Bräunungsabdrücke an Armen und Beinen und die Freude auf die ersten längeren Anstiege machten die „Qualen“ locker wett.

Im Hinterland von Limassol war es ein leichtes, ein paar tausend Höhenmeter zu sammeln.

Ein ständiges auf und ab in einer ehr verlassenen Weidenlandschaft mit ein paar kleinen Dörfern, wenig Verkehr und ordentlichen Straßen, so war der Eindruck von diesem Tag.

Zum Ende der Tour und frisch gestärkt von der Kaffeepause packte unser Tourenplaner Wolfgang noch einen, nicht-enden-mögenden und steilen „Schweinepass“ ein, sodass das abschließende Laufen wieder etwas gemächlicher ausfiel als am Vortag

Am Ende standen 130 Km und 2300 Höhenmeter auf dem Tacho und ein Lauf von 6 Km auf der Uhr.

 

Tag 4: Der Ruhetag - oder doch nicht?

 

Heute ist Ruhetag!

Aber für echte Profis bedeutet das natürlich nicht nur faul in der Sonne zu liegen.

Am Morgen trafen wir uns vor dem Frühstück für eine Schwimmeinheit im unbeheizten, ca. 20 m langen, Außenpool des Hotels. Der ein oder andere sah noch etwas verschlafen und mürrisch aus, denn ein Training vor dem Frühstück ist nicht der Traum eines jeden Sportlers.

Klaus und Marcel hingegen trotzten den Verhältnissen und schwammen sogar ohne Neo.

Wobei dem Schwimm-Neuling Marcel auch nichts anderes übrig blieb.

Das gute Trainingsprogramm, die aufgehende Sonne und das abschließende Baden im Meer sorgten aber bei allen wieder für prima Laune – und ordentlich Hunger!

Nach dem Frühstück ging es auf eine 50 Km Bummelrunde um die Beine zu lockern und die Umgebung von Limassol zu erkunden.

Am Mittag waren sogar ein paar Stunden Urlaub in der Sonne drin, denn danach ging es noch 10 Km Laufen und dabei galt es, mehrere kurze Intervalle zu überwinden.

Alles in allem aber ein weiterer schöner und auch etwas erholsamer Tag

 

Tag 5: Der Olympos – die Königsetappe

 

Frisch motiviert ging es am fünften Tag auf die Räder, alle hatten wieder etwas Kraft getankt und waren voll motiviert für die „Königsetappe“. Das Ziel war der 1952 m hohe Olympos, der höchste Berg der Insel. Der Weg dorthin führte uns vorbei an einem wunderschönen Stausee und durch ehemalige Anbaugebiete. Stufenartig ging es von Meereshöhe hinauf in Richtung dem Troodos-Gebirge. Der Olympos, dessen Gipfel als Radarstation des Militärs genutzt wird, da man von hier einen Großteil der Insel und das Meer überblicken kann, ist durch seine weißen Radarkugeln während der gesamten Hinfahrt im Blick.

Oben am Gipfel konnten wir sogar einen recht anspruchsvollen Skilift entdecken. Schnee war allerdings keiner mehr vorhanden. Das Gipfelbild mussten wir leider auch auslassen, da das Fotografieren in der Nähe des Militärgeländes verboten war.

Auf der Abfahrt machten wir einen längeren Halt in einem heimischen Restaurant, wo ein Gruppe Motorradfahrer fast das Rad von Wolfgang mit einem ihrer Motorräder getauscht hätten, so begeistert waren sie von 6,4 Kg.

Die Rückfahrt war nahezu ein Sinkflug in Richtung Meer, worüber sich nach am Ende 160 Km und über 3000 Hm aber auch keiner beschwerte. Der ein oder andere Sprint an den kurzen Gegensteigungen war aber noch drin.

Als wir bei schon untergehender Sonne im Hotel ankamen, ging es kurz unter die Dusche und sofort ans Buffet und danach bald ins Bett.

 

Tag 6: Abreise Teil 1

 

Der letzte Tag eines grandiosen Trainingslagers auf Zypern für Marcel und Florian war angebrochen, für die beiden rief nach den Osterfeiertagen wieder der Ernst an der Hochschule.

Deshalb war dieser Tag nochmal eine echt Genusstour durch das Hinterland und entlang der Küste. Das letzte Highlight war die Auffahrt in das Silberdorf Pano Lefkara wo die beiden ihren letzten Kaffee genossen, wobei man sagen muss, der Kaffee auf Zypern ist noch etwas verbesserungsfähig, meist bekommt man nur Nescafe.

Das ist wohl der Unterschied zu einer Insel die vom Tourismus komplett erschlossen ist und an der man an jeder Ecke einer Touristenmenge begegnet.

Da nehmen wir doch lieber den Nescafe.

Nach der Tour mussten die beiden Heimreisenden ihre Räder packen und sich, mit etwas Wehmut, abends am Strand von den anderen verabschieden, denn am nächsten Morgen um 9 Uhr ging ihr Flug zurück ins mittlerweile etwas wärmere Deutschland.

 

Florian Bruker

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